Du kennst bestimmt die Situation, wenn vor deinem Kind gar nichts mehr sicher ist und es denn Drang hat alles aufmachen zu wollen, um zu entdecken was in den Schüben, Schränken und Schachteln steckt. Meist ist das in einer Zeit, wenn die Kinder mobil geworden sind und krabbelnd ihre Umgebung entdecken.

Können Kinder dann laufen sind ihre Hände frei und sie wollen noch viel mehr mit der Hand entdecken und ausprobieren – der Explorationsdrang bleibt bestehen und dafür hab ich heute ein ganz einfaches DIY für euch.

Du brauchst dazu:

Eine Sammlung von kleinen, leeren Flaschen, Dosen, Schachteln,… mit unterschiedlichen Verschlüssen. Optimal sind kleine Kosmetikfläschchen, Reiseverpackungen oder Probierpackungen.
Einen Korb oder eine Schachtel, wo all die Behältnisse hineinpassen

So geht´s:

Wähle drei bis fünf Gegenstände mit unterschiedlichen Verschlüssen aus
Reinige sie gründlich und überprüfe sie auf ihre Sicherheit (keine Gegenstände mit scharfen Kanten oder ähnlichem, die eine Verletzungsgefahr darstellen anbieten!)
Gib sie in den ausgewählten Korb oder die Schachtel
Stelle sie ins Regal deines Kindes

So zeige ich es dem Kind:

Wähle einen Augenblick in dem dein Kind wach ist und du beobachtest, dass es bereit für etwas Neues ist.
Lade es ein sich mit dir an den Tisch zu setzen.
Hole einen Gegenstand aus dem Körbchen.
Stelle diesen vor euch ab und zeige in einer langsamen, achtsamen Art und Weise wie du diese Dose/Schachtel öffnest
Wichtig ist dabei zu beachten, dass du mit einer Hand den Gegenstand festhältst, dieser auch am Tisch steht und mit der anderen Hand öffnest du die Dose/Schachtel
Schließe dann die Dose/Schachtel wieder
JETZT ist dein Kind dran!
Ist es mit dem einen Gegenstand fertig, zeigst du die anderen – wirklich nach und nach – beginne lieber mit wenigen Gegenständen und tausche sie nach und nach aus, wenn du merkst, dein Kind ist sich mit dem Öffnen und Schließen des Gegenstandes sicher und es braucht eine neue Herausforderung
Es ist extrem wichtig, dass du deine sprachliche Begleitung auf die essentiellen Worte reduzierst. Warum? Bist du mit den Händen tätig und sprichst dabei ununterbrochen, dann ist es für dein Kind schwieriger sich auf eine Sache bzw. die wesentlichen Handgriffe zu konzentrieren. Durch das langsame zeigen begleitet mit Sprache im richtigen Moment ermöglichst du deinem Kind sich auf das zu konzentrieren, was im Augenblick wichtig ist bzw. wo es seinen Fokus hinrichten soll.

Beobachte dich einfach mal selbst und die Reaktion deines Kindes. Probiere dich aus und du wirst selbst merken, was wann für dich stimmig ist.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren!