Kommt ein Baby zu Welt staunen wir und bewundern den jungen Menschen. Die ersten Momente sind meist geprägt von Dankbarkeit und unglaublich viel Liebe. Jedes Kind ist einzigartig und bringt sein eigenes Wesen, seinen individuellen Charakter, sein Sein in unsere Welt.

Diesen innersten Kern nennt Maria Montessori das Zentrum des Kindes oder „das Geheimnis des Kindes“. In jedem einzelnen Zentrum findet Wachstum und Entwicklung statt. Von dort aus gehen die spontanen Handlungen des Kindes aus, die es uns im Außen – Maria Montessori nennt es die Peripherie – zeigt.

„Das Zentrum gehört dem Individuum allein und wir haben uns mit den Dingen, die im Zentrum vorgehen, nicht zu befassen.“

Maria Montessori, Texte und Gegenwartsdiskussion

Aber was sollen wir Erwachsenen nun tun?

Am wichtigsten ist es mit Achtung und Demut dem innersten Geheimnis des Kindes gegenüber zu treten.

Daneben ist es von großer Bedeutung das Kind genau zu beobachten, sich Zeit zu nehmen, genau hinzusehen, was es uns durch seine Bewegungen und seine Sprache zeigt. Daraufhin kann man sich dann überlegen, was biete ich dem Kind als nächstes an? Braucht das Kind mehr Freiraum? Muss ich mein Verhalten dem Kind gegenüber überdenken?

Das Ergebnis aus meinen Überlegungen setze ich dann um und was mach ich dann? Wieder beobachten!

Das Kind entscheidet ganz allein, was es in sein Zentrum aufnimmt und wir geben die Hilfestellung an der Peripherie und geben dieser „Futter“ – was das Kind davon wirklich mitnimmt wissen wir nicht.

Das müssen wir auch gar nicht wissen, weil unser Vertrauen in die Entwicklung des Kindes und seinen Selbstaufbau soooo groß ist!

Viel Freude beim Beobachten von ganz viel Wunder!